Enkeltauglich Tagen: Green Meetings in Salzburg

Die einen sagen „nachhaltig“, die anderen „umweltfreundlich“ und „klimaschonend“. Wer die Nagelprobe sucht, fordert Enkel-Tauglichkeit – auch beim Tagen. Einen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich – so klein wie Kinderfüßchen.

Bei Kongressen und Events gelten das „Österreichische Umweltzeichen“ sowie die Zertifizierungen „Green Meeting“ und „Green Location“ als Enkel-Tests weit über das Land hinaus. Wie der Elch-Test bei Autos. In Salzburg führen 51 Tourismusbetriebe das staatliche Umweltzeichen. Acht davon haben zudem das Zertifikat für Green Meetings, Green Events oder als Green Location. Gleichgültig, welchen Anbieter man in Salzburg bucht, ist der Anspruch auf Enkeltauglichkeit dort „state of the art“.

Alles unter der Lupe 🔎

Das Green Meeting-Label ist nicht käuflich, sondern wird vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich in Lizenz auf Zeit verliehen. Wer es beantragt, wird von beeideten Auditoren unter die Lupe genommen. Die Punkteliste, die sie erstellen, reicht von der CO²-Belastung durch den Verkehr, den ein Veranstaltungsort aufgrund seiner Lage mit sich bringt, über die Stromgewinnung, den Wasserverbrauch bis hin zur Ökotauglichkeit der Give-Aways für die Tagungsgäste.

Ebenfalls vorgeschrieben sind die Green Meeting Experts („Umweltbeauftragte“) im Betrieb. Das ist keine Alibi-Funktion. Die Green-Checker sind immer mehr gefragt. Denn immer mehr Organisatoren wollen nicht nur eine Location, wo sich dessen Ambiente und Preis-Leistungs-Niveau für eine Buchung lohnen, sondern auch dessen Grün-Anspruch.

Grünes Licht für einen Trend

Trendforscher bescheinigen Events ohne Grün keine Zukunft. Sponsoren fordern für ihr Engagement eine ökologische und soziale Ausrichtung. Das heißt: Reisen möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Lebensmittel aus der Region, Mülltrennung, Verzicht auf Plastik und Papier und Energieeinsparung. Mit dem Umweltzeichen hat Österreich vor bald dreißig Jahren auf Regierungsebene dazu grünes Licht gegeben. Die Nation wurde zum weltweiten Trendsetter, und die Ökohochburg Salzburg noch einmal besonders. Es war der Wunsch der Tagungsbranche selbst. Im harten  Wettbewerb untereinander und weltweit schraubt sie die Ökostandards als Asset von sich aus ständig höher. Sie machen sich für’s Image gut und bringen sogar Kostenvorteile. Die eigene Solaranlage, das eigene Wasserkraft- und Hackschnitzelwerk sowie Abfallvermeidung sparen à la longue viel Geld. Eventplaner, die nachhaltig tagen wollen, zahlen für ihr Green Meeting letztlich keinen Cent mehr. Das und mehr wurde bei der diesjährigen Green Events Austria Gala im Messezentrum Salzburg gefeiert.

Kompakte Lage, kurze Wege

Ein Umweltargument, bei dem Salzburgs Event-Locations speziell punkten, ist die kompakte Lage der Betriebe. Tagungsort, Unterkunft und Rahmenprogramme kann man hier am extrakurzen Weg haben. Das geht zu Fuß, spart Benzin und macht die Logistik einfach. Salzburg ist auch eine Hochburg der Elektromobilität. Nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern dank der weltersten Solarroute gibt es flächendeckend kostenfreie E-Ladestationen.

Werfenweng, Modellort für sanfte Mobilität sowie Standort des Travel Charme Bergresorts, belohnt grünes Reisen. Gäste, die mit Öffis kommen oder zumindest den Schlüssel für ihr spritgetriebenes Fahrzeug während des Aufenthalts im Tourismusbüro hinterlegen, können kostenlos „E-Mobile” und andere Vergünstigungen nutzen. St. Virgil in der Stadt Salzburg weist die Gäste ausdrücklich auf die Anreise per Bahn und Bus hin. Das ganz im Grünen gelegene Kongresszentrum und Hotel ist seit 2006 EMAS-zertifiziert. Das Öko-Audit-Verfahren der EU gilt als besonders anspruchsvoll. Es erfordert unter anderem die lückenlose Dokumentation aller Roh- und Hilfsstoffe im Betrieb. Auch den Müll und dessen Recycling gilt es auf dem EMAS-Level ständig zu beobachten. Das Ziel lautet, die Menge möglichst zu verringern.

Imposante Zahlen

Zu den Tagungshotels mit dem Österreichischen Umweltzeichen zählt das Crowne Plaza Salzburg – The Pitter. 2014 wurde das Traditionshaus um eine Etage mit Dachterrasse, Restaurant sowie Bar aufgestockt. Aktuell werden weitere Zimmer renoviert. Umweltziele hätten dabei oberste Priorität gehabt, sagt Eigentümer Georg Imlauer: „Beim Umbau standen vor allem Energie- und Wärmeeffizienz im Fokus aller Arbeiten. Wärmerückgewinnung, neueste Technik bei den Zentralanlagen und eine Komplettumstellung auf LED-Beleuchtung erspart uns im Vergleich zu Früher 30 Prozent an Energie.“

Die Mariott Hotels Goldener Hirsch und Sheraton Grand verfolgen ähnlich ambitionierte Ziele. Bis 2020 wollen sie im Vergleich zu 2008 unter anderem 30 Prozent Energie und 20 Prozent Wasser einsparen. Als Meeting-Service bieten die beiden Häuser jeweils einen „Impact Report“ an. Er misst den ökologischen Fußabdruck von Veranstaltungen.

Bei Bio top zu sein ist schon das neue Normal – vor allem in einer Region, deren Grün-Attribute mit mehr als 50 Prozent ins Gewicht fallen. So weist die Stadt Salzburg 58 Prozent ihrer Gesamtfläche als Grünland aus. Und im Ökolandbau ist das Bundesland Salzburg Europameister. 3500 Salzburger Bauern bewirtschaften hier mehr als die Hälfte ihrer Nutzflächen nach biologischen Richtlinien. Die imposante Zahl bedeutet die höchste Bio-Dichte in der EU. Davon haben Salzburgs Tagungsgäste was und auch unsere Enkel.

Hotels und Locations für nachhaltiges Tagen

Betriebe Green Meetings/Events Green Location Öst. Umweltzeichen EMAS
Salzburg Congress x x x -
Wyndham Grand Salzburg x - x -
Messezentrum Salzburg x - - -
Congress Saalfelden x - - -
Ferry Porsche Congress Center x - - -
Schloss Goldegg x - - -
Hotel Heffterhof x - x -
St. Virgil - - - x
Hotel Goldener Hirsch - - x -
Sheraton Grand Salzburg Hotel - - x -
Imlauer Hotel Pitter - - x -
Imlauer Hotel & Bräu - - x -
Hotel Restaurant Ammerhauser - - x -
Robinson Club Amadé - - x -
Hotel Gasthof Gastagwirt - - x -

7 Punkte für Euer nächstes Green Meeting im Salzburger Land

Um festzustellen, ob eure Veranstaltung ein Green Meeting werden kann, benötigt ihr eine Vereinbarung mit einem bestehenden Lizenznehmer. Das kann entweder die Location selber oder eine Agentur sein, die euch dabei hilft. Hier mal sieben, wichtige Punkte die ihr auf jeden Fall beachten solltet:

  1. Mobilität und CO2 Kompensation
  2. Unterkunft
  3. Veranstaltungsort
  4. Beschaffung, Material & Abfallmanagement
  5. Aussteller und Messestandbauer
  6. Catering und Gastronomie
  7. Kommunikation und soziale Aspekte

Mehr Infos findet ihr auf unserer Green Meetings & CSR Seite. Oder meldet Euch einfach bei unserem Team. Wir beraten Euch gerne kostenfrei und objektiv bei der Planung Eures nächsten Green Meetings 🍃

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